Was wir für Euch bei der Fakultät herausgefunden haben.

Hallo Liebe FS-Mitglieder!

Wir möchten Euch einen Bericht zur Meinungsumfrage „BIST DU UNZUFRIEDEN MIT DER ZRS-SITUATION“ vorstellen und was wir bis heute herausgefunden haben.

Wir haben uns ab Mai für Eure Interessen eingesetzt.

Erfreulicherweise gibt es zahlreiche Rückmeldungen von Euch, so dass wir gut informiert sind über die Situation, besonders was die gegenwärtige Seminararbeitsphase angeht. Dafür danken wir Euch!

Es zeichnet sich eine allgemeine Unzufriedenheit ab.
Es gibt viele Nachrichten, die Absender sind äußerst unzufrieden mit der Situation und haben uns sehr direkt geschrieben: Wir werden alle Nachrichten intern behandeln. Es gibt auch vereinzelt Nachrichten, die an den regulären Betrieb erinnert haben und die vielen negativen Veränderungen im Vergleich zum ehemaligen ZRS im Gebäude „GC“.

Es zeichnet sich besonders bei diesen Gruppen eine große Unzufriedenheit und bei diesen Themen ab:

Hausarbeiten
Aus dem ersten Semester gibt es keine Eingaben. Das verwundert uns nicht, weil sie nun bald erst Hausarbeiten schreiben und nie im ZRS regelmäßig arbeiten durften.

Es gibt allerdings zahlreiche Nachrichten aus den höheren Semestern. Sie beschweren sich, es würde wieder keine Möglichkeit geben, das ZRS zu betreten. Hintergrund: Das ZRS wurde im WiSe während der laufenden Hausarbeitsphase wegen der Pandemie umgehend geschlossen. Sie waren dann ausschließlich auf die Online- Angebote des Rechenzentrums angewiesen, wo es zahlreiche technische Störungen gab. Sie haben aufgrund ihrer schlechten Erfahrung große Sorgen, dass es wieder zu massiven Störungen des VPN-Zugangs zum Rechenzentrum und den Online-Angeboten kommt.

Seminararbeitszeit
Vom 17.07. bis 17.08. stehen die Corona-Kapazitäten bis zu 156 Jura-Studierenden zur Verfügung, die einen eigenen Arbeitsplatz zugewiesen bekommen haben. Die Seminararbeit und der Vortrag machen 15 % der Gesamtnote vom Staatsexamen aus. Die wenigen Öffnungszeiten werden kritisiert. So werden Montag und Mittwoch von 8 Uhr bis 17 Uhr Öffnungszeiten angeboten und Freitag von 8 Uhr bis 11.45 Uhr. Besonders diejenigen mit einer langen Anreise, kritisieren die knappe Zeit am Freitag. Im Regelbetrieb hat das ZRS von Montag bis Samstag von 8 Uhr bis 22 Uhr auf.

Studienort, Examensvorbereitung
Es fällt vielen die fehlende örtliche Trennung von Wohn- und Lernplatz schwer. Die Examenskandidaten fühlen sich besonders schwer benachteiligt.
Es gibt allgemein großen Unmut darüber, dass Bibliotheken anderer Universitäten ihren Studierenden Arbeitsplätze anbieten, während unsere Universität angeblich kein Angebot hätte.
Viele finden es befremdlich: So gab es in den letzten Monaten zahlreiche Lockerungen in Bochum. Im ZRS oder der UB würde sich vergleichsweise wenig verändern.

Studentische Hilfskräfte
Die Recherchetätigkeit am Lehrstuhl würde durch den fehlenden Zugang zum ZRS erheblich erschwert. Verhandlungen mit dem ZRS seien angeblich erfolglos verlaufen.

Es hat sich gezeigt, dass einige Angebote und Planungen allgemein wenig bekannt sind. Wir wollen Euch hinweisen:

Die UB bietet seit dem 03.08.2020 Arbeitsplätze an: Hier drücken!

TEILÖFFNUNG DES ZRS!

Nach dem Ende der o.g. Seminarhausarbeitszeit (17.08.2020) plant das ZRS eine Teilöffnung für eingeschriebene Jura-Studierende (höherer) Semester, da die Corona-bedingten Kapazitäten des ZRS dann wieder verfügbar seien: Hier drücken!

Es gibt einen UB und ZRS Scanservice: Hier drücken!

Was wir für Euch bei der Fakultät herausgefunden haben

Aufgrund der o.g. Unzufriedenheit haben wir im Laufe der letzten Woche wieder Kontakt zur ZRS-Leitung und zum Studiendekan aufgenommen und zahlreiche Fragen eingereicht.

Herr ZRS-Direktor Prof. Klinck wird nächste Woche aus dem Urlaub zurückerwartet.

Die Bibliothekarische Leiterin des ZRS Frau Hannemann ist gegenwärtig sehr beschäftigt, o.g. Teileröffnung beim Rektorat genehmigt zu bekommen und alles umzusetzen. Sie hat am 20.08. Zeit für ein Gespräch mit uns. Sie wäre dann bereit und in der Lage ausführlich unsere Fragen zu beantworten. Vieles sei noch in der Genehmigungsphase beim Rektorat und sie bittet um Verständnis.

Herr Studiendekan Prof. Joussen ist nicht der Stellvertreter des sich im Urlaub befindlichen o.g. ZRS-Direktors. Er antwortet uns für das Dekanat per E-Mail:

Die Fakultät, insbesondere die o.g. Damen und Herren, unterstützt durch das Dekanat, würden seit Beginn der Coronakrise alles tun, um einen Betrieb der Präsenzmöglichkeiten zu gewährleisten. Im Rahmen dessen, was das Gesundheitsamt Bochum und die Vorgaben des Rektorats ermöglichen würden.

Schriftliche Belege für die o.g. Aussagen sind nicht im Anhang der o.g. E-Mail und wir haben keine Akteneinsicht. Rechtlich und organisatorisch ist es so geregelt an unserer Fakultät: Der Fachschaftsrat hat als Gremium der verfassten Studierendenschaft keinen rechtlichen Anspruch darauf, an o.g. Entscheidungen direkt beteiligt zu werden oder Akten einzusehen.

Für die Vertretung Eurer Interessen im Fakultätsrat (dem höchsten Selbstverwaltungsgremium der Fakultät) sind die gewählten studentischen Mitglieder Eure besten Ansprechpartner, von denen wir laufend über die Geschehnisse informiert werden und in Kontakt stehen. Diese sind gegenwärtig Mitglieder der ReWi-Studierende der Rechtswissenschaften. Ihr erreicht diese auf ihrer Facebookseite oder per E-Mail: hpg-rewi@rub.de

Wir haben versucht herauszufinden, warum die drei Bibliotheken nun wieder getrennte Öffnungszeiten anbieten und mit eigenen Regelungen arbeiten. Die Regelungen besagen, dass alle RUB-Studierenden die Räumlichkeiten und die Arbeitsplätze im Rahmen der Benutzungsordnung nutzen dürfen: § 4 Abs. 1 S.1: „Zur Benutzung der Bestände und der technischen Geräte der GD-Bibliothek sind alle Mitglieder und Angehörigen der RUB zugelassen.“

Die Corona-Regelungen sind andere: Alle drei Fachbibliotheken sehen die ausschließliche Nutzung durch ihre Angehörigen Studierenden vor. Die Bibliotheken „Wiwi und Sowi“ erlauben den maximalen Zugang von bis zu 20 Studierenden. Es gibt keine Arbeitsplätze. Sie bieten einen Verleih an. Auch dort gibt es Hausarbeitsphasen, so dass o.g. nur eine Momentaufnahme ist. So bietet beispielsweise die Wiwi-Bibliothek ab dem 11.08. bis zu 30 Arbeitsplätze für die Verfasser der Masterarbeiten an.

Das ZRS erlaubt gegenwärtig 156 Jura-Studierenden der Seminararbeitszeit den Zugang und bietet Arbeitsplätze an. Es gibt einen Verleih für diese Studierenden zwischen den Öffnungszeiten. Ansonsten ist kein längerer Verleih möglich, da laut Frau Hannemann, die Bestände hierfür nicht geeignet seien. Sie weist auf das Verleihangebot der UB hin.

Die o.g. sog. Zeitfenstereinteilung sei laut Frau Hannemann Corona bedingt die sinnvollste Alternative. Es würde sehr viele Punkte geben, die zu beachten seien und die vielleicht von den Studierenden nicht ganz nachvollzogen werden könnten.

Rein rechtlich wäre es mit der Änderung von § 4 der Coronaschutzverordnung vom 16. April 2020 (GV NRW S. 221a) möglich gewesen, das ZRS teilweise zu eröffnen. Auf der Corona-Webseite steht seit dem 13.07.2020: „Die Bereichsbibliotheken werden gebeten, nach Maßgabe der räumlichen Möglichkeiten Konzepte für eine erweiterte Nutzung als Lern- und Arbeitsort für Studierende und Lehrende zu erarbeiten.“

Die Covid-19 Pandemie wird bis zu einem medizinischen Durchbruch oder der Erlangung von Immunität vieler, ein längerfristiger Bestandteil unseres alltäglichen Lebens sein. Wir würden es begrüßen, wenn schnellstmöglich eine gemeinsame Lösung gefunden werden kann, die für alle Beteiligten zufriedenstellend ist.


Für Rückfragen stehen wir Euch gerne zur Verfügung: kontakt@fs-jura.de

Stand: 04.08.2020

© RUB, Foto: Marquard